26.08.2010: Am 24. August hat das St.Galler Geothermie-Projekt eine weitere grosse Hürde genommen – und zwar ohne Probleme: Das St.Galler Stadtparlament hat den Kredit über 159 Millionen Franken für die Realisierung des Projekts einstimmig gutgeheissen. Damit geht die Vorlage Ende November vor das städtische Stimmvolk, das an der Urne das letzte Wort haben wird.
«Die Zustimmung aus dem Parlament freut mich enorm», erklärte Stadtrat Fredy Brunner nach der Debatte und Abstimmung im Stadtparlament zufrieden. «Damit ist unser Projekt weiterhin auf Kurs. Und weil inzwischen alle Abklärungen gemacht wurden, die möglich sind, ist es nun an der Zeit, zu bohren. Nur so werden wir sehen, ob es im städtischen Untergrund, das verwertbare Wasser hat, das aufgrund der Untersuchungen vorhanden sein müsste.» Vertreter aller Parteien lobten das Projekt und bezeichneten es als «realistische Energiepolitik» im Rahmen des Energiekonzepts 2050. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier erkannten die Chancen und das Potenzial des Projekts. Vor allem die Tatsache, über eine eigene Energiequelle vor Ort zu verfügen und unabhängiger von Ressourcen aus dem Ausland zu sein, findet Gefallen. Dass trotz aller wissenschaftlicher Vorabklärungen vor der Bohrung ein Restrisiko besteht, sind sich die Mitglieder des Parlaments bewusst. Angesichts des Potenzials eines Geothermie-Kraftwerks muss dieses Risiko jedoch eingegangen werden, umso mehr, weil es sich um ein Pionierprojekt von nationaler Bedeutung handelt.
Nächster Termin im 2010:
28. November: Volksabstimmung



